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Wandel der sozialstaatlichen Sicherungssysteme In den letzten Jahren hat sich in unseren sozialstaatlichen Sicherungssystemen ein gravierender Wandel vollzogen. Die Maxime „ambulant vor stationär“ zieht sich durch alle Bereiche des Gesundheits- und Sozialwesens und zieht einschneidende Veränderungen nach sich. Neben der Effektivität tritt damit die Effizienz der Leistungen deutlich in den Vordergrund. Zunehmend aber steigen auch die Komplexität der Problemlagen des Einzelnen und somit auch sein Bedarf an unterschiedlichen Unterstützungs- und Versorgungsleistungen. Nicht zuletzt sieht sich der Hilfesuchende verstärkt in seiner Eigenverantwortlichkeit gefordert – und im besten Fall auch gefördert.
Case Management als Antwort auf die Herausforderungen des Wandels Case Management ist die wichtigste methodische Neuorientierung in der Sozialen Arbeit, im Gesundheitswesen und in der Beschäftigungsförderung. Case Management berücksichtigt dabei grundsätzlich zwei Ebenen: Die Ebene der individuellen Fallsteuerung, die im Wesentlichen die Beratung und Betreuung des Einzelfalls umfasst, sowie die Ebene der Systemsteuerung, auf der die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen geplant und gesteuert wird. Case Management befähigt auf der Ebene des individuellen Falls die Fachkräfte, die Komplexität der Problemlagen des Hilfsbedürftigen professionell zu erfassen und unter Rückgriff auf das klienteneigene Ressourcensystem eine angemessene Versorgungs- und Unterstützungsstrategie zu entwickeln, an der der Klient/Hilfesuchende konkret beteiligt wird. Ziel ist dabei auch die Selbsthilfe bzw. Selbstheilungskräfte des Klienten/Hilfesuchenden zu fördern und zu stärken (Empowerment). Auf der Ebene der Systemsteuerung (oder auch des Netzwetzwerkmanagements) befähigt Case Management die Fachkraft dazu, die unterschiedlichen Unterstützungs- und Hilfeleistungen so zu organisieren, dass sie sich sowohl am individuellen Bedarf des Einzelnen orientieren als auch ökonomische Erwägungen berücksichtigen. Neben der Organisation der Hilfeleistungen kommt dem/der Case Manager/in auch deren Überwachung und Kontrolle zu. Intention ist dabei, die Angebotsstruktur so zu verändern und zu verbessern, dass eine systematische Weiterentwicklung sozialer Dienstleistungen ermöglicht wird. Weiterbildung zum/r Case ManagerIn Ziel der Weiterbildung ist, theoretische und praktische Qualifikationen für die Arbeit als Case ManagerIn zu vermitteln, die einen Transfer auf die spezifische Arbeitssituation der Teilnehmenden ermöglichen.
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